Sie treffen in einer Kneipe aufeinander und es kommt fast zur Schlägerei. Weil Klemens, der junge Neonazi, das Wort „Deutschmann“ aus der Unterhaltung zweier Freunde am Nachbartisch missversteht und weil einer der beiden Freunde, der Ich-Erzähler, dem gewaltbereiten Blick des angetrunkenen Deutschtümlers nicht ausweicht. Stephan Krawczyk, der Bürgerrechtler aus Thüringen, entwickelt aus dieser Szene die Geschichte eines jungen Mannes aus Ost-Berlin.
Der Roman verbindet geschickt die Rahmenhandlung – das Gespräch des Autors mit seinem siebenjährigen Sohn Marvin – mit der genau recherchierten Geschichte des jungen Neonazis. Krawczyk will den Sohn zu Gemeinsinn erziehen und fragt, an welchen Punkten seines Lebens Klemens das Gespräch verweigert worden war, so dass es zum Super-GAU in dessen Hirn kommen konnte.